Doktorspiele und Fixierung

Handschellen im DoktorspielDie Fixierung, zum Beispiel der Beine am gynäkologischen Stuhl, ist eine Variante, die etwas in den BDSM-Bereich tendiert. Das hat bereits etwas mit dem Rollenverständnis von Dominanz und Submission zu tun. Für die Patientin wird das Gefühl des Ausgeliefertseins verstärkt. Für den Hobbydoc ergibt sich die (theoretische) Möglichkeit, auch gegen den Willen seiner Patientin agieren zu können, da diese nicht ausweichen kann.

Das Klinikspiel, so wie wir es verstehen, geht immer davon aus, dass die Patientin allen Praktiken zustimmt und der Hobbydoc nichts gegen ihren Willen ausführt. Wenn sich die Beteiligten auf eine Fixierung einigen, muss die Patientin dem Doc vertrauen können. Daher eignet sich diese Variante nicht, wenn bislang unbekannte Spielpartner das erste Mal zusammen finden.

Obwohl die Fixierung am Gynstuhl beim Klinikspiel häufiger praktiziert wird, sollten hier die üblichen Sicherheitsvorkehrungen aus der BDSM-Szene übernommen werden. Dazu gehört zunächst ein definitiv festgelegtes „Abbruchwort“. Spricht die Patientin dieses Wort aus, werden alle aktuellen Handlungen vom Doc sofort beendet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Praktiken augenblicklich eingestellt werden können. Zum Beispiel muss eine Dehnung langsam abgebaut werden.

Beim Abbruch sind auch alle Fixierungen aufzuheben. Bei einem Gürtel, muss zunächst der Verschluss entlastet werden. Wenn zuvor eine stramme Fixierung durchgeführt wurde und dadurch das Gewebe angeschwollen ist, kann es problematisch werden. Alle mechanischen Verschlüsse haben immer ein mögliches Funktionsrisiko. Das gilt nicht nur für plötzlich unauffindbare Schlüssel von Handschellen. Für das Klinikspiel sind daher nur breite und weiche Gurte mit Klettverschlüssen zu empfehlen.

© Copyright Zaboo.de Mitglied DocPop

Banner - nicht (!) kommerziell.